Samstag, 28. März 2015

Literatur-Rezension zu Houellebecq "Unterwerfung"

Zum Anfang 2015 - zeitgleich mit dem ersten Tag der Attentate auf Charlie Hebdo - erschienenen Roman „Unterwerfung" von Michel Houellebecq verfasste der französische Intellektuelle Jérôme Alexandre eine aufschlussreiche Rezension, auf die wir mit freundlicher Genehmigung des Autors im französischen Original verweisen. Alexandre bespricht den Roman sowohl im Vergleich zu aktueller französischer Gegenwartsliteratur als auch im Hinblick auf seine Einordnung in Bezug auf die Tradition der westlichen Auseinandersetzung mit dem Orient. Diese hat nach Voltaires beissender Mohammed-Kritik im 18. Jahrhundert mit den romantischen Schwärmereien von Lessing und Goethe im 19. Jahrhundert eine Volte weg von der rationalen Auseinandersetzung hin zum mystisch-gefühligen Eintauchen erfahren. Alexandre zeigt unter anderem auf, inwiefern Houellebecqs Roman als Wiederanknüpfen an beiden Traditionen gelesen werden kann. Dabei wagt Alexandre in seiner Rezension auch eine eine Bezugsetzung zu säkularen Grundanliegen und eine Einordnung der Neuerscheinung in Houellebecqs gesamten Werkkatalog:

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