Sonntag, 11. September 2011

Charles Ives, Programmheftnotiz

Charles Ives' Study No. 20 trägt den Titel: even durations - unevenly divided. Als Erläuterung zu den mannigfaltigen zeitlich-räumlichen strukturbildenden Eingriffen in das Material des Werkes handelt es sich hierbei um eine grobe Untertreibung. Der jazzig-rhythmische Beginn (1907 gab es gerade einmal Ragtimes) mündet nach zahllosen Irrungen in den Mittelteil: einen Marsch und einen bekannten amerikanischen Schlager. Von da aus entwickelt sich das Geschehen formal fast spiegelbildlich zurück, Techniken wie Umkehr, Spiegel und Handvertauschungen werden herangezogen, und bei alledem schafft es Ives dessenungeachtet, gleichzeitig einen Charakter von Abgeschlossenheit und Weiter-Entwicklung zu erschaffen.

Das Stück ist Teil des Programmes "Musik-Zeit".

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