Donnerstag, 1. September 2011

Isaac Albéniz, Programmheftnotiz

Isaac Albéniz
(1860-1909) trat schon als 4- jähriges Wunderkind im Theater Barcelona auf. Mit 13 Jahren riß er von zuhause aus und schlug sich mit Konzerten bis nach Amerika durch. Mit 18 studierte er dann bei Liszt, mit 30 bei Dukas und ließ sich schließlich in Paris und London nieder. Bekannt wurde Albéniz vor allem durch seine zahlreichen Klavierstücke, die ihn zum - zusammen mit Manuel de Falla - bedeutendsten spanischen Komponisten gemacht haben.

Besonders beliebt sind seine beiden Suiten "Iberia" und "Española", die den spanischen Flair der Jahrhundertwende auf eindrucksvoll-virtuose Weise auch heute noch immer wieder neu auferstehen lassen. Dabei sind die 12 Stücke der Iberia-Suite durchaus als eine Art "musikalische Postkartensammlung" entstanden - hat Albéniz doch die andalusische Folklore nie musikwissenschaftlich genau genommen sondern vor allem der Atmosphäre und dem Flair nachgespürt. Die eröffnende "Evocation" ist die Anrufung und das Herbeibeschwören des Geistes der Musik. Das erste Stück des dritten Heftes "El Albaicín" hingegen beschreibt in diesem Sinne eindrucksvoll das Zigeunerviertel von Granada.

Einzelne der Stücke aus Iberia bilden in der Regel einen festen Bestandteil der Klavierabende von Martin Münch.

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